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Glücklicherweise ist die Degeneration unserer Hunde noch nicht so weit fortgeschritten, das sie in einer fremden Umgebung und bei unseren klimatischen Verhältnissen (auch im Winter) durchaus überleben könnten. Kein gesunder Hund erfriert! Nahrung gibt es überall in Form von Aas, Fremdkot, Kompostbewohnern. Der entlaufene Hund ernährt sich auch von selbst erlegten Mäusen, Ratten usw.

Im schlimmsten Fall wird sich der Zwangsselbstversorger auch an größere Wildtiere herantrauen, was dann natürlich fatale Folgen haben kann. Nicht nur, dass ein wildernder Hund einen inakzeptablen Schaden anrichtet und die Jägerschaft ihn dafür nicht unbedingt lieben wird; er kann auch durchaus das Opfer von heimischen, ihm überlegenen Tieren wie z. B. Wildschweinen werden.

Das nächste große Risiko ist der Straßenverkehr. In unseren ausgebauten Straßennetzen ist es mehr als schwierig, unbescholten größere Distanzen zurückzulegen.

Das letzte immer wieder unterschätzte Risiko sind Eisenbahnen. Ein Schnellzug oder ICE ist durchaus in der Lage, einen Sog zu erzeugen, der einen größeren Hund aus weit mehr als zehn Metern Entfernung auf die Gleise zieht.

Generell kann man sagen, dass unsere Hunde auch über eine längere Zeit in der Lage sind, relativ unbeschadet in Freiheit zu überleben. Natürlich ist in der Regel von einem Gewichtsverlust, Zecken – und Flohbefall sowie von oberflächlichen Verletzungen auszugehen. Eine Verhaltensveränderung ist bei einer Rückkehr aus der unfreiwilligen Freiheit nicht unbedingt gegeben. Viele der Hunde fallen nach ihrer Rückkehr wieder in ihr altes Schema und zeigen sich den Rest ihres Lebens unauffällig.

Unabhängig von der Konstitution des entlaufenen Hundes bleibt ein Punkt nicht berechenbar. Der Halter!

Verständlicherweise sind die Besitzer des entlaufenen Hundes einem enormen psychischem Druck ausgeliefert. Sorge um den Hund, evtl. Vorwürfe wegen der Entlaufsituation bringen oftmals die abstrusesten Ideen an den Tag. Ich möchte hier nicht gegen solche Strohhalme wettern, appelliere aber an den gesunden Menschenverstand. Eine gross angelegte Suchaktion mag durchaus schon Erfolg gebracht haben, hat aber in den meisten Fällen ( vor allem bei Angsthunden ) nur das vertreiben des Hundes aus dem Gebiet zur Folge. Der "mentale Suizid" der Hundehalter, die kaum schlafen, nichts essen und den Alltag vernachlässigen ist in den meisten Fällen nur kontraproduktiv. Wenn es dann zu einer erfolgversprechenden Chance kommt, ist man ausgelaugt oder hysterisch und man verpasst es. Meine Bitte an die Halter: Jeden Schritt überlegen und abwägen. Nicht jede scheinbar gute Idee ist auch umsetzbar. Holen Sie sich mehrere Meinungen ein. Lieber einmal mehr nachfragen als aus dem Bauch heraus alles riskieren. Wenn man den Hund einmal vertrieben hat, wird die Wiederbeschaffung unverhältnismässig schwieriger.

Konditionierung vs. Instinkt

Das viele entlaufene Hunde nicht mehr auf ihre Bezugspersonen hören und auch dass das mit Instinktverhalten zu tun hat, dürfte mittlerweile hinreichend bekannt sein.
Ich hab das bereits vor fast 10 Jahren grob angerissen und es wurde / wird immer wieder (mehr oder weniger verändert ) übernommen und veröffentlicht!
Leider gehen dabei die Hintergründe immer mehr verloren und ich möchte etwas genauer erklären, was da überhaupt passiert. Es einfach zu kopieren, heißt nämlich leider nicht, dass man es verstanden hat und es Ratsuchenden entsprechend erklären kann.

Zunächst müssen wir zwischen Instinkt und erlerntem Verhalten ( Konditionierung ) unterscheiden.

Instinkt ist ein nicht kontrolliertes, nicht reflektiertes, "instinktives" Verhalten eines Lebewesens auf einen Schlüsselreiz. Konrad Lorenz brachte einmal das Beispiel eines Vogels, der nach Futter sucht, dies aber instinktiv aufhört, wenn eine Katze auftaucht.
Er "kann" gar nicht anders.
Oder das Fluchtverhalten einer potentiellen Beute, welches immer Jagdverhalten beim Beutegreifer hervorruft.
Das ist Instinkt!
Es ist eine ganz einfache Handlung, die ihm das überleben sichert.

Instinkt ist angeboren und UNABHÄNGIG von Erfahrungen!


Er kommt dann zum Vorschein, wenn uns das erlernte Verhalten nicht mehr weiterbringt und ist auf das wesentliche, also das überleben, reduziert.

Dagegen steht die Konditionierung.
Sie ist eine Kombination aus der visuellen, der olfaktorischen und der auditiven Wahrnehmung und Gewöhnung !
D.h. nicht nur wir Menschen und das, was wir unseren Hunden beibringen, sondern auch unsere Stimmen, Geräusche, Gerüche und das Umfeld gehören dazu und prägen unsere Hunde und ihr Verhalten. Das muss auch nicht die Familie, sondern kann auch die Strasse, ein Shelter in Rumänien oder die Straße in Spanien sein. Prägung findet überall statt.
Auf den Menschen bezogen ist das z.B. das Sicherheitsgefühl wenn wir nach einer langen Fahrt in bekanntes Gebiet kommen.
Wir kennen uns aus und fühlen uns wohler. Wenn ein Hund entläuft, verliert er das ganze Paket.
Das erlernte Verhalten hilft nicht weiter und sein Leben ist in Gefahr.
Also "schaltet" er auf das reduzierte, nur auf überleben ausgelegte Instinktverhalten um.
Dieses beschränkt sich auf die Erfüllung von Grundressourcen wie Wasser, Futter und territoriale Sicherheit.
Wenn wir dann mit unserer durch Stress veränderten Stimme und der Angst ausstrahlenden Körperhaltung vor ihm stehen, dann erkennt er bestenfalls unsere Silhouette.
Alles andere, wie Geruch, Stimme und gewohnte Umgebung stimmt nicht mit dem erlernten überein.
 Diese einzelne visuelle Übereinstimmung reicht nicht, um uns wieder zu erkennen.
Wir sind die gleiche Bedrohung wie fremde Menschen auch und er flieht. Ist der Hund gefangen und wieder zu Hause, greift das erlernte ( und komfortablere ) konditionierte Verhalten wieder und der Hund ist wieder "ganz der alte"!
DAS wird immer wieder ganz erstaunt erzählt, ist aber eigentlich ganz normal.

Insofern und deshalb ist es ganz normal und hat nichts mit Bindung zu tun, wenn Hunde in diesen Situationen vor uns weglaufen!

Was zu tun ist:


Panik bringt den Hund nicht zurück. Hier ein Notfallplan!
Tag 1
Als erstes gilt es zu erfahren, in welchem Bereich sich das entlaufene Tier überhaupt aufhält. Wurde es in der Nähe des Entlaufortes gesehen oder entfernt es sich vielleicht stetig vom Entlaufort weg?
Dies kann über Nachfragen bei Spaziergängern, der zuständigen Polizei und vor allen Dingen über großzügig verteilte Suchplakate laufen. Hilfe zur Erstellung von Suchplakaten erhalten Sie bei Tasso (siehe unter LINKS)

Zu verständigen sind:

  • die örtlichen Polizeidienststellen ( Autobahn - und Bahnpolizei haben nicht immer Kontakt zu normalen Polizeidienststellen. Diese bitte separat informieren )
  • die umliegenden Tierheime und Tierschutzvereine
  • Tierärzte
  • Wichtig: Wählen Sie eine Rückrufnummer, unter der Sie ständig erreichbar sind!




Tag 2
Suchplakate mit Foto und Beschreibung des Hundes ( nicht jeder ist ein Hundekenner. Eine Rassebezeichnung ist nicht für jeden eindeutig)  großzügig um den Entlaufort herum verteilen.

Die Telefonliste vom Vortag nochmals abarbeiten.

Zentrale Melderegister wie Haustierregister ( Deutscher Tierschutzbund ), Ifta ( internationales Register) , Tasso informieren.

Wichtig ist jetzt auch ein vernünftiger Kontakt zum Jagdausübungsberechtigten. Dieser respektive seine Erlaubnis ist unabkömmlich bei jeglichen Fangaktionen.

Bei Angsthunden sollte jetzt bereits ein Kontakt mit Fachleuten bestehen. Angsthunde sind schwerer berechenbar als Streuner oder "normale" Hunde und es ist deutlich schwieriger, diese mit einem Suchhund zu verfolgen. Lassen Sie sich beraten was das beste für Ihren Hund ist.

Für alte, kranke Hunde Hunde mit Leine gilt: Ein Geruchsartikel, der ausschließlich den Geruch des entlaufenen Tieres trägt, sollte in einen Gefrierbeutel gepackt und verschlossen werden.
Beachten Sie auch hier die Bedingungen für den Einsatz eines Suchhundes.

Bundespolizei
(zuständig für Bahnunfälle) und Autobahnpolizei – die oftmals keinen oder wenig Kontakt mit den normalen Polizeiinspektionen haben – informieren.
Bauhöfe, Strassenmeistereien und Tierkliniken abarbeiten um einen eventuellen Unfall zu hinterfragen 
 
Tag 3
Es wird Zeit, dass der Suchhund anrückt.

Die Plakataktion sollte weiträumiger fortgeführt werden.

Orte / Personen mit viel Publikumsverkehr informieren und um Hilfe bitten. Zum Beispiel: Taxifahrer, Postboten, Spaziergänger, Tankstellen, Schulen und alles andere was ebenfalls stärker frequentiert wird.

Telefonliste erneut durchgehen.
Tag 4

Kontakt mit den regionalen Zeitungen und Radiosendern aufnehmen.

Tierheime und Tierschutzvereine persönlich anfahren, da es schon mal sein kann, dass ein Fundhund im Tierheimalltag untergeht und die Angestellten es ohne böse Absicht einfach vergessen haben.

Sehr  hilfreich ist eine ständige und lückenlose Aufzeichnung der Sichtungspunkte - und zeiten.

Dafür eignet sich z.B.  die "Google Maps" Funktion.

Auf der Google Startseite finden Sie über dem Eingabefenster den "Maps" Button. Hier können Sie sich ein kostenloses Benutzerkonto downloaden.
Mit den zur Verfügung gestellten Karten und zeichen sollten Sie alle Bewegungen, die Ihr Hund zeigt penibel eintragen.
Wichtig  sind Entlaufpunkt, Entlaufzeit und jede Sichtung mit Datum und Uhrzeit.
Weiterhin haben Sie die Möglichkeit, eine Zusatzinformation an den jeweiligen Punkten zu hinterlassen wie den Zustand des Hundes oder die Laufrichtung usw.
Oft lässt sich so ein Laufbild erkennen oder man sieht die strategisch sinnvollsten  Plätze für Futterstellen und sonstiges.

Darüber hinaus können Sie diese Eintragungen per E-Mail an uns oder sonstige Beteiligten verschicken und halten somit alle involvierten Personen ständig auf dem laufenden. Aktualisierungen kommen automatisch an , d.h. man muss den Link nur einmal verschicken. Neue Eintragungen werden automatisch beim Empfänger verzeichnet.

Ich empfehle übrigens auch, sich eine Prepaidkarte und ein altes , vielleicht noch vorhandenes Handy für die Suchplakate zu verwenden. Zum einen vergisst das Internet nichts und es ist in der heutigen Zeit nicht immer von Vorteil, wenn die eigene Handy Nummer überall auftaucht und zum zweiten kann man dieses Handy an eine andere Person übergeben, wenn man selber keine Anrufen entgegennehmen kann, aber lückenlos erreichbar sein will.


Wenn ein neuer Hund einzieht, empfehle ich neben der eigentlich selbstverständlichen Doppelsicherung vorsorglich ( natürlich nur, wenn der Hund es zulässt) eine Geruchskopie anzufertigen, um im Falle eines nie auszuschließenden Verlustes einen brauchbaren Geruchsträger für einen eventuell nötigen Suchhund zu haben..
Einfach den Hund ein paar Minuten mit einer neuen! Kompresse abreiben ( gerne auch im Mund- Genital- und Analbereich ) und diese in einen Gefrierbeutel eintüten. Ausserdem bitte die ungefähre Höhe und das Gewicht messen und vermerken, ein aktuelles Foto des Hundes speichern.
Die Fotos und die Angaben aus dem Tierheim oder dem Herkunftsland sind leider oftmals falsch!

Es ist frustrierend, wenn man eine zu kleine Falle im Auto hat oder das angegebene Gewicht so gar nicht der Realität entspricht, da das Narkosemittel z.B. gewichtsabhängig dosiert werden muss.
Wenn man den Hund also nie live gesehen hat und eine völlig falsche Angabe bekommt, gefährdet man die Aktion oder sogar im umgekehrten Fall das Leben des Hundes.

Überwachung und Überprüfung von Futterstellen!


Wenn man einen Hund oder was auch immer fangen will, muss man nicht nur wissen wo er ist, sondern man muß auch gewährleisten, das er regelmäßig an eine von uns ausgewählte Stelle kommt um ihn dort mit Falle oder Narkose fangen zu können.
Dafür ist es in Regel notwendig, Futterstellen einzurichten.
Ich stelle seit 15 Jahren Fallen auf und das hier gibt nur meine Vorgehensweise wider.
Wenn jemand anders agiert, ist das natürlich legitim.
Das hier sind meine eigenen, subjektiven Erfahrungswerte!

Wo sollte eine Futterstelle sein?
Eine gute Futterstelle sollte für den Hund leicht erreichbar sein und ihm genug Schutz bieten, so dass er kommen und gehen kann ohne gesehen zu werden.
Gleichzeitig muss sie aber auch für uns leicht erreichbar sein, falls man mit grossen Lebendfallen anrücken oder zur Distanznarkose ansetzen muss.
Es empfiehlt sich , die Futterstelle in die Nähe von Sträuchern, Schuppen oder sonstigen vorhandenen Geländeveränderungen zu positionieren, um im Bedrafsfall gute Einbaumöglichkeiten für die Falle oder natürliche Tarnung zu haben.

Wie sollte sie aussehen?
Der Untergrund sollte von Blättern und sonstigem befreit werden.
Dann einen breiten Ring aus Sand auf dem Boden ausbreiten.
Der Sandkreis sollte min. 3 cm dick sein und einen Meter im Durchmesser aufweisen.
Aufgrund der Konsistenz eignet sich am besten Spielplatzsand.
In die Mitte dieses Kreises sollte man einen Napf oder sonstigen Behälter stellen. Hunde leeren diesen vor Behälter , während Füchse ihn mitnehmen oder markieren. Um Vögel abzuhalten , kann man ein Stück Alufolie mit einem Stein auf den Napf klemmen . Das ganze dient dazu, um im Sand Abdrücke des Tieres zu erkennen, welches das Futter aufgenommen hat.

Wann sollte man sie einrichten?
Abends einrichten, morgens kontrollieren!
Wenn man morgens Pfotenabdrücke eines Hundes im Sand entdeckt, die von der Größe zum gesuchten Hund passen könnten, ist die Chance, das man den richtigen Hund füttert, mehr als gross .
Es wäre schön ein grosser Zufall das nachts ein ähnlich grosser freilaufender Hund die Futterstelle besucht. Noch besser sind natürlich Wildkameras. Aber die Sandmethode tut es auch.

Wieviel sollte man füttern?
Für mich ist es ganz klar, daß ich dem Hund KEINE Unmengen anbiete.
Ein satter Hund muss kein Risiko eingehen und täglich wiederkommen.
Ein Hund, der weiss, das er seinen größten Hunger stillen kann, schon und er wird deshalb auch nicht anfangen zu wildern. Wildern ist meistens uneffizient. Es verbraucht eine Menge Energie und ist mit Risiken verbunden.
Wenn der größte Hunger ohne Anstrengungen gestillt werden kann, verzichtet man gern auf unnötige Ressourcenverschwendung.
Vor der eigentlichen Sicherung kann man die Menge dann reduzieren, um durch grösseren Hunger ein sicheres auftauchen am Sicherungstag zu gewährleisten.

Was soll man füttern?
Immer wieder lese ich, daß es ordentlich stinken soll
Wozu eigentlich?
Unsere Hunde habe eine hervorragende Nase uns eine gute Futterstelle liegt eh dort, wo er sich sowieso öfter aufhält.
Je mehr es stinkt, desto mehr andere Tiere locke ich an.
ETWAS Trockenfutter ( Rehwild verträgt kein Trockenfutter ), Nudeln, Kartoffeln oder vielleicht einen Hamburger erfüllen ihren Zweck genauso oder besser.
Extremere Sachen nur bei sowieso vorhandenem erhöhtem Futterangebot oder mäkeligen Hunden um die Futterstelle attraktiver zu machen. Wer sollte füttern?
Es ist Unsinn, das immer nur EINE Person füttern sollte. Freilaufende Hunde haben ständig Menschengerüche in der Nase.
Natürlich wird der Hund irgendwann den Geruch des Fütterers erkennen und auf ihn warten, aber das ist ein Konditionierungsprozess, der einige Tage in Anspruch nimmt.
Regelmäßige Uhrzeiten sind für den Hund viel
wichtiger. Ausserdem würde in im Fall dieser "Monokonditionierung" der Mann mit dem Betäubungsgewehr oder mit der Falle den Hund genauso irritieren.

Häufig stellt sich das Problem, dass man nicht weiss, wie man so eine Futterstelle adäquat überwacht.
Das einfachste Mittel ist der feuchte Sand, den man in einer ausreichenden Dicke und Größe um die Futterstelle herum verteilt. Keinen trockenen Quarzsand verwenden. Die Pfotenabdrücken verlaufen und sind nicht erkennbar.

Natürlich geht es auch technisiert mit sogenannten Fotofallen oder Wildkameras.
Das sind im Prinzip Kameras in wasserdichten Gehäusen mit Bewegungssensoren, die sobald man in den Erfassungsbereich geht, Videos oder Fotos auf eine SD Karte speichern.
Natürlich gibt es qualitative Unterschiede und die Preise bewegen sich von 80 bis mehreren hundert Euro. Das Ergebnis ist bei den preiswerten Kameras in den meisten Fällen ausreichend.

Ein wichtiges Kriterium ist der Blitz bei Dunkelheit.
Hier gibt es den normalen weissen Blitz, den "unsichtbaren" Infrarotblitz und den wirklich unsichtbaren Schwarzlichtblitz.
Am meisten benutzt wird der Infrarotblitz
Er ist aber NICHT wirklich unsichtbar.
Man sieht ein rosarotes Glimmer bei Auslösung, welches manche Hunde durchaus stört.
Die Kamera sollte also nie in Augenhöhe des Tieres aufgehangen werden, sondern besser von oben herunter. So ist das Risiko, dass das Tier die Auslösung mitbekommt, relativ gering.
Sicherer sind aber natürlich die komplett unsichtbaren Schwarzlichtblitze , die aber dann erst ab dem mittleren Preissegment zu finden sind.

Ab ca. 150 Euro aufwärts gibt es Fotofallen, die optional mit einer SIM Karte versehen werden können und bei Auslösung ein Bild per MMS und/oder Email an eine vorher eingegebene Nummer oder Mailadresse schicken. So ist eine Benachrichtigung und schnelle Befreiung des Tieres aus der Lebendfalle ohne permanente Anwesenheit möglich.
Ob und was im Amateurbereich notwendig ist, muss man selber entscheiden.

Wildkameras sind in einigen Bundesländern nur unter Beachtung von Auflagen und behördlicher Erlaubnis gestattet.
Die Privatsphäre eventuell zufällig aufgezeichneter Personen ist unbedingt zu berücksichtigen und es kann bei Zuwiderhandlung zu Beschlagnahmung und empfindlichen Geldstrafen kommen!